Der globale Rentenmarkt startet mit einer bemerkenswert starken Ausgangslage in das Jahr 2026. Nach mehreren Jahren der Unsicherheit, starken Zinsbewegungen und einer herausfordernden Inflationsdynamik hat sich ein Umfeld etabliert, das für Anleiheinvestoren so attraktiv ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Renditen sind vergleichsweise hoch, die Fundamentaldaten solide, und die makroökonomischen Parameter senden klare Signale. Für Anleger entsteht damit ein Markt, der zugleich berechenbarer und vielschichtiger geworden ist – eine seltene Kombination.
Im kurzen und mittleren Laufzeitenbereich erwarten wir überwiegend stabile Renditen. Die meisten großen Zentralbanken haben den restriktiven Teil ihres Zinszyklus hinter sich gelassen, bewegen sich aber auf sehr unterschiedlichen Pfaden. Während die US‑Notenbank angesichts stabiler Wachstumsaussichten und unsicherer Inflationsentwicklung in schwierigem Fahrwasser ist, scheint die Europäische Zentralbank in einem komplexeren Umfeld aus strukturell höheren Staatsausgaben, engen Arbeitsmärkten und potenziell konstantem Inflationsdruck am Ende ihres Zinssenkungszyklus zu sein. Dennoch spricht vieles dafür, dass die Renditen im Segment bis etwa sieben Jahre weitgehend um das jetzige Niveau schwanken. Damit wird die laufende Verzinsung gut planbar und verleiht dem Rentenmarkt erheblichen Rückenwind.
Anders stellt sich das lange Laufzeitenende dar. Für 10‑ bis 30‑jährige Anleihen sehen wir moderat steigenden Renditedruck. Europa steht hier im Fokus: Ein leicht anziehendes Wachstum, ambitionierte fiskalische Programme, strukturell enge Arbeitsmärkte und unverändert hohe staatliche Defizite dürften dazu führen, dass Gleichgewichtszinsen im langen Laufzeitenbereich steigen. Übersetzt heißt das: Die Zinskurven vieler entwickelter Märkte werden sich aus unserer Sicht im langen Laufzeitenband weiter versteilern. Besonders deutlich dürfte dies in der Eurozone sichtbar werden, etwas gemildert in Großbritannien und anderen entwickelten Ländern. In den USA hingegen ist eine Versteilerung der Zinskurve ebenfalls zu erwarten, allerdings scheint das Potenzial weniger ausgeprägt als in anderen entwickelten globalen Volkswirtschaften.
Parallel dazu erwarten wir eine spürbar höhere Zinsvolatilität – und zwar nicht als vorübergehendes Phänomen, sondern als strukturelles Merkmal des Jahres 2026. Divergierende geldpolitische Zyklen, geopolitische Verschiebungen, neue fiskalische Realitäten und eine weiterhin fragile globale Handelsordnung schaffen ein Umfeld, in dem Zinsen nicht mehr synchron laufen, sondern regional mitunter auseinanderdriften. Für passive, indexnahe Anleger stellt das eine Herausforderung dar; für aktive, global agierende Manager eröffnet es zusätzliche Ertragschancen. Die Fähigkeit, Kurvenpositionen flexibel zu steuern und Opportunitäten zwischen Regionen auszunutzen, gewinnt erheblich an Bedeutung.
Im Unternehmensanleihemarkt bleiben die Bedingungen positiv. Margen sind stabil, die Refinanzierungsfähigkeit ist – trotz der hohen Leitzinsen der vergangenen Jahre – robust und die Verschuldungsgrade sind in vielen Sektoren unter Kontrolle. Trotz enger Spreads halten wir es für gut möglich, dass Unternehmensanleihen ihre Überrendite gegenüber Staatsanleihen auch 2026 verdienen. Das gilt insbesondere für solide Emittenten, deren Kreditprofile sich als widerstandsfähig erwiesen haben.
Ein Segment sticht jedoch besonders hervor: der skandinavische High Yield‑Markt. Er weist strukturelle Eigenschaften auf, die ihn 2026 zu einer der attraktivsten Nischen im globalen Hochzinsuniversum machen. Ein Großteil der Anleihen ist variabel verzinst, was bedeutet, dass Zinsvolatilität nicht zum Risiko wird, sondern weitgehend neutralisiert wird. Die durchschnittlichen Laufzeiten sind kurz, die Fundamentaldaten der Emittenten solide, und die Renditen überdurchschnittlich – eine außergewöhnliche Kombination. Während viele traditionelle High Yield‑Segmente vor dem Hintergrund enger Spreads nur selektiv interessant sind, bieten insbesondere nordische Hochzinsanleihen aus unserer Sicht ein ausgewogenes Verhältnis von Rendite, Stabilität und Diversifikation.
Im hochqualitativen Bereich bleiben globale Covered Bonds ein wesentlicher Baustein für sicherheitsorientierte Allokationen. Bemerkenswert ist, dass AAA‑Covered‑Bonds im kurzen Laufzeitenbereich vielfach Renditen auf dem Niveau bonitätsstarker Unternehmensanleihen bieten, allerdings mit erheblich geringerer Risikostruktur und besserer Liquidität. Gleichzeitig bleiben Investment‑Grade‑Unternehmensanleihen im langen Laufzeitenbereich attraktiv, da sie eine Qualitätsdiversifikation und zusätzliche Renditepotenziale eröffnen. Besonders hervorzuheben im facettenreichen Markt der globalen Covered Bonds sind dänische Callable Mortgage Bonds, die im globalen High‑Quality‑Segment weiterhin ein einzigartiges Ertrags-/Risiko-Profil bieten.
Vor diesem Marktbild gewinnen bestimmte Anlagestrategien besondere Relevanz.
Globale, aktiv gesteuerte Rentenportfolios, wie sie im Lazard Global Bond Fund (A Acc USD | ISIN: IE000AHAV1U8) umgesetzt werden, sind prädestiniert für ein Umfeld, das von divergierenden Zinszyklen, hoher Kurvendynamik und zunehmender Dispersion geprägt ist. Die Fähigkeit, flexibel zwischen Regionen, Durationsregimen und Währungsräumen zu wechseln, ist aus unserer Sicht einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren für 2026.
Im Segment der Hochzinsanleihen bietet der Lazard Nordic High Yield Bond Fund (A Acc EUR | ISIN: IE000MHDVN90) einen klaren Zugang zu einem Markt, der durch seine hohe Ertragskraft, stabile fundamentale Qualität und seine niedrige Volatilität herausragt. Gerade in einem Jahr, in dem globale Zinsvolatilität stark ansteigen dürfte, sollte sich dieses Profil als besonders wertvoll erweisen und Investoren ermöglichen, die hohe laufende Verzinsung zu erwirtschaften.
Für Anleger mit Fokus auf Sicherheit und Qualität bleibt der Lazard Scandinavian High Quality Bond Fund (A Dist EUR - IE00BH43JS40) ein außergewöhnlich attraktiver Allokationsbaustein, um die strukturellen Vorteile skandinavischer Covered‑Bond‑Märkte – einschließlich der einzigartigen dänischen Callable‑Strukturen – zu erschließen. Die Kombination aus hoher Bonität, Liquidität und attraktiven Renditen mit geringen Durationsrisiken schafft einen stabilisierenden Portfoliobaustein in einem komplexen globalen Marktumfeld.
Quelle: Lazard, Stand: 31.01.2026
Fazit
2026 wird ein Jahr klarer Zinsbotschaften, regionaler Dispersion und wachsender relativer Chancen. In diesem Marktumfeld gewinnt aktives Management besonders an Bedeutung. Wer die unterschiedlichen Dynamiken zwischen kurzen und langen Laufzeiten, zwischen Regionen, Bonitätssegmenten und Laufzeitenbändern aktiv nutzt, hat aus unserer Sicht beste Voraussetzungen, die sich eröffnenden Chancen im globalen Rentenmarkt konsequent zu erschließen.
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